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Zum 50-jährigen Bestehen der AVG erschien im Verlag regionalkultur das Buch „Die Albtal-Verkehrs-Gesellschaft. Weltweit vorbildliches Nahverkehrssystem.“ von Klaus Bindewald.

EFA Elektronische Fahrplanauskunft des Karlsruher Verkehrsverbundes

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Inhalt

1990 bis 1999

Geschichte der AVG 1990 bis 1999

Eine Rampe wurde von der Straßenbahnstrecke in der Durlacher Allee zu zwei neuen Bahnsteiggleisen im Bf Durlach mit einer anschließenden Wendeschleife gebaut, allerdings noch mit 750 Volt Gleichspannung elektrifiziert. Damit konnten ab Dezember 1991 schon Einsatzwagen der Straßenbahn Fahrgäste direkt im Bahnhof Durlach zur Weiterfahrt in die Innenstadt abholen.

Von Durlach aus wurde eine zweigleisige Strecke bis Grötzingen neu parallel zur DB-Strecke nach Pforzheim gebaut und dort in die DB-Strecke eingefädelt. Innerhalb der Neubaustrecke ist auch der Systemwechsel zwischen Gleich- und Wechselspannung untergebracht. Von Grötzingen bis Bretten musste die Strecke noch mit 15000 Volt Wechselspannung elektrifiziert und an dieser Strecke, aber auch in Bretten, eine Reihe neuer Haltepunkte errichtet werden. Endpunkt war ein Stumpfgleis an einem neuen Bahnsteig in Bretten-Gölshausen.

Bereits 1991 wurden die ersten Zweisystemstadtbahnwagen geliefert. Da die Strecke nach Bretten noch nicht fertig war, liefen sie ein Jahr im Stadtbahnvorlaufbetrieb, d.h. nur auf DB-Strecken von Karlsruhe Hbf und Pforzheim und hatten damit ihre Kinderkrankheiten bereits überwunden.

Am 25.09.1992 konnte die erste Zweisystemstrecke von Karlsruhe nach Bretten als Linie "B" eröffnet werden. Alle 10 vorhandenen Zweisystemtriebwagen mussten eingesetzt werden um, denn die

Fahrgastzahlen stiegen schlagartig von 2000 Fahrgästen pro Tag auf über 8000.

Dieser Erfolg gab den Verantwortlichen recht, genannt sei hier Dr. Dieter Ludwig, Geschäftsführer der AVG und VBK und Horst Emmerich von der DB, die das Projekt gegen viele Widerstände, vor allem bei der DB vorangetrieben haben.

Die Zweisystemtechnik mit der Verbindung von Straßen- und Eisenbahnstrecken ist als "Karlsruher Modell", heute "Tram-Train", weltweit bekannt geworden.

Was noch fehlte war ein Verkehrsverbund, der mit einer Fahrkarte die Benutzung aller öffentlicher Verkehrsmittel erlaubt. Dieser Verbund, der Karlsruher Verkehrs Verbund (KVV) konnte am 15.11.1993 gegründet werden und übernahm am 28.05.1994 den Öffentlichen Personennahverkehr auf Eisenbahnen, Straßenbahnen und Bussen in der Region Karlsruhe.

Die Linie "A" wurde zur "S 1/11" und die Linie "B" zu "S 4". Die DB kaufte vier Zweisystemtriebwagen, reihte sie als Reihe 450 in ihren Fahrzeugpark ein und betrieb damit eine "S 7" Karlsruhe – Durmersheim – Rastatt - Baden-Baden und zeitweilig eine "S 6" Karlsruhe – Ettlingen-West – Rastatt, sowie "S 8" Karlsruhe – Wörth. Von Bruchsal nach Bretten für eine Stadtbahnlinie "S 9"

Da die Strecken Bruchsal – Menzingen und Odenheim in den Verbund integriert und auf Stadtbahnbetrieb umgestellt werden sollten, übernahm die AVG diese von der Südwestdeutschen Eisenbahngesellschaft, die an der notwendigen Elektrifizierung kein Interesse hatte. Zuerst als Regionallinien "R 3" und "R 31" betrieben, wurden sie elektrifiziert und der Stadtbahnbetrieb am 29.09.1996 bis Menzingen ("S 3") und am 26.09.1998 bis Odenheim ("S 31") aufgenommen. Bis zur Inbetriebnahme der Stadtbahnlinien endete die "S 3" von Karlsruhe Hbf in Bruchsal.

Am 15. 12. 1996 war bereits eine Rampe zwischen dem Albtalbahnhof und dem Gleisvorfeld des  Karlsruher Hbfs in Betrieb gegangen. Dadurch konnte die "S 4" mit der "S 7" zur Linie Bretten – Baden-Baden durch die Innenstadt von Karlsruhe verknüpft werden.

1997 ging auch die eigentlich als erste Zweisystemlinie geplante "S 5" von Karlsruhe nach Wörth am 24.09.1997 und bereits am 31.05.1997 von Karlsruhe nach Pforzheim in Betrieb. Für erstere war hinter Knielingen eine Neubaustrecke zur kreuzungsfreien Einfädelung in die DB-Strecke gebaut worden, sowie in Wörth hinter dem Bahnhof eine Innenstadtstrecke zum Rathaus.

Im Osten war für eine dichte Zugfolge ein drittes Gleis von Grötzingen parallel zur DB-Strecke nach Pforzheim errichtet worden. Kurz vor Söllingen erlaubt eine Einfädelung in die DB-Strecke die Weiterfahrt nach Pforzheim. 1999 wurde die "S 5" bis Bietigheim-Bissingen und zum gleichen Termin auch die "S 9" Bruchsal – Bretten bis Mühlacker verlängert.

Am 01.06.1997 wurde die "S 4" im nördlichen Teil auf der Kraichgaubahn bis Eppingen verlängert, 1999 im Frühjahr bis Heilbronn Hbf weitergeführt, allerdings infolge Fahrzeugmangels erst ab 26.09.1999 täglich.