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AVG installiert diebstahlsichere Fahrrad-Boxen am Albtalbahnhof

Eine sichere Abstellmöglichkeit für Fahrräder bietet die neue Bike&Ride-Box am Albtalbahnhof, die die AVG der Stadt Karlsruhe schenkt. Heute übergaben (von links) AVG-Geschäftsführer Ascan Egerer (l.) und Ulrich Wagner vom Stadtplanungsamt die Anlage offiziell ihrer Bestimmung.

Im großen Jubiläumsjahr des Fahrrades macht die Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG) den Karlsruher Bürgern das passende Geschenk: Eine Abstellanlage für Fahrräder inklusive Lademöglichkeit für E-Bikes und Pedelecs. Am Albtalbahnhof können Radler oder Pendler ihre Drahtesel zukünftig wetterfest und diebstahlsicher verstauen. Bei der 35.000 Euro teuren Anlage handelt es sich um eine zweistöckige Bike&Ride-Box mit zwölf Einstellmöglichkeiten. Die unteren sechs Boxen sind zudem mit Landeanschlüssen für Elektro-Bikes ausgestattet. Fahrradfahrer können die Boxen tages-, monats- oder jahresweise bequem online über die Website www.bikeandridebox.de buchen.

Umweltfreundliche Mobilität in der Fächerstadt

„Die AVG steht mit ihren Stadtbahnen, die alle mit Ökostrom betrieben werden, für umweltfreundliche Mobilität. Das ebenfalls klimaneutrale Fahrrad ist die perfekte Ergänzung für Menschen, die mobil und flexibel im Stadtgebiet unterwegs sein wollen. Vor allem Berufspendler kombinieren häufig beide Verkehrsmittel“, erklärte Ascan Egerer, technischer Geschäftsführer der AVG, bei der offiziellen Einweihung der Abstellanlage am heutigen Vormittag. Diese befindet sich im Kreuzungsbereich von Schwarzwaldstraße und Victor-Golancz-Straße neben der bereits vorhandenen überdachten Bike& Ride-Anlage. Der Standort wurde mit dem Stadtplanungsamt der Stadt Karlsruhe abgestimmt.

„Das Fahrrad ist in dieser Stadt vor 200 Jahren erfunden worden. Deshalb freuen wir uns sehr über dieses Geschenk der AVG“, bedankte sich Ulrich Wagner, Bereichsleiter Verkehr beim Stadtplanungsamt der Stadt Karlsruhe. „Die Installation dieser Rad-Boxen ist ein guter Baustein zur Ergänzung des multimodalen Standortes Albtalbahnhof und ergänzt ideal die Fahrradstation des Hauptbahnhofes. Zu den schon vorhandenen Angeboten der S-Bahn, der Tram und des Busverkehrs, des Carsharing, des Fächerrades, den Fahrradständern und des Kiss&Ride, entwickelt sich dieser Standort hin zu einer Mobilitätsstation und ist somit auch ein wichtiger Beitrag zur Förderung des Umweltverbundes in Karlsruhe“.

"Die Anforderungen an eine moderne Radinfrastruktur steigen"

Gefertigt wurde die modern gestaltete Abstell-Anlage von der Kienzler Stadtmobiliar GmbH. Das Unternehmen aus dem südbadischen Hausach ist spezialisiert auf intelligente Radparksysteme. „Der Fahrradmarkt in Deutschland wächst derzeit enorm, vor allem auch aufgrund der Nachfrage an E-Bikes. Dadurch steigen aber auch die Anforderungen an eine moderne Radinfrastruktur. Die Besitzer dieser Räder legen dabei hohen Wert auf sichere Abstellmöglichkeiten und lokale Lademöglichkeiten“, erklärte Janina Dörflinger vom Vertrieb des traditionsreichen Familienunternehmens aus dem Schwarzwald. Zudem sind die Räder in den Boxen besser vor Vandalismus geschützt als an frei zugänglichen Plätzen und bieten ausreichend Platz zur zusätzlichen Unterbringung von Utensilien, etwa einem Fahrradhelm oder Wechselkleidung.

Die Tagesgebühr für eine normale Box beträgt 1,50 Euro. Wer sein E-Bike in einer Box mit Lademöglichkeit einstellen möchte, entrichtet zwei Euro. Nach einer kurzen Registrierung erhalten die Nutzer per E-Mail ihre persönlichen Zugangsdaten sowie ihren Code zum Entriegeln der Boxen-Tür, ähnlich wie bei einem Schließfach. Bezahlt werden kann bequem per PayPal, Kreditkarte oder SEPA-Lastschrift. Bei der Online-Buchung – durch sie entsteht kein Verwaltungsaufwand für den Betreiber – können Radfahrer sehen, welche Boxen bereits belegt sind.

Anteil des Radverkehrs in Karlsruhe soll weiter steigen

Einen hohen Komfort bietet das Radparksystem nicht nur beim Buchen und Bezahlen. Auch das Einstellen der Räder in die von innen beleuchteten Boxen ist kinderleicht – auch in der oberen Reihe: „Die Boxen oben sind mit einem mechanischen Hublift ausgestattet, der das Einstellen erleichtert. So muss das Fahrrad nicht mühsam nach oben gewuchtet werden“, zeigte Dörflinger noch einen angenehmen Vorteil der neuen Abstell-Anlage am Albtalbahnhof auf. Diese ist ein weiterer Baustein, um den Anteil der Radfahrer im Karlsruhe weiter zu steigern. Bis zum Jahr 2020 soll der Radverkehrs-Anteil auf 30 Prozent ansteigen.

Schon jetzt zählt die Fächerstadt dank einer gut ausgebauten Infrastruktur und eines weitläufigen Radwegenetzes zu den fahrradfreundlichsten Kommunen in Deutschland. Im aktuellen Ranking des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs liegt die Stadt knapp hinter dem westfälischen Münster auf Platz zwei. Gleichzeitig ist Karlsruhe die Wiege des Fahrrads. Karl Freiherr von Drais erfand hier 1817 mit seiner Laufmaschine die Urform des Fahrrads. Das 200-jährige Jubiläum wurde in Karlsruhe mit zahlreichen Veranstaltungen gefeiert. So auch im Rahmen der hiesigen Heimattage Baden-Württemberg mit deren Säulen „Heimat im Wandel“, „Heimat im Netz“ und „Heimat des Fahrraderfinders“.