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AVG unterstützt Klinikum Karlsbad beim Bau eines Rollstuhl-Parcours

Viele verschiedene Trainingssegmente bietet der neue Übungsparcours für Rollstuhlfahrer auf dem Dach des Klinikums in Karlsbad-Langensteinbach. Am 18. Oktober wurde der Parcours offiziell eröffnet. Foto: SRH

Hindernisse im Alltag erfolgreich überwinden: Die Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG) hat das Klinikum Karlsbad-Langensteinbach beim Bau eines Rollstuhl-Parcours für querschnittsgelähmte Reha-Patienten mit einer Sachspende der besonderen Art unterstützt. Für den neuen Übungsparcours auf dem Dach des Klinikums, der am 18. Oktober offiziell eröffnet wurde, schenkte das kommunale Verkehrsunternehmen dem Klinikum ein rund zwei Meter langes Gleisstück. Damit können Patienten im Rollstuhl das Überqueren von gesicherten Gleisanlagen trainieren.

Neben dem Gleisstück bietet der Parcours unter dem Namen „Nix wie raus“ den Rollstuhlfahrern für Trainingszwecke auch andere Bodenprofile wie Kopfsteinpflaster oder Kies. Auch die Bewältigung von Steigungen, Gefällen, Bordsteinkanten oder Treppenstufen können hier geübt werden.

„Gerne haben wir das Klinikum Karlsbad bei der Planung und Umsetzung dieses Parcours mit dieser Sachspende unterstützt. Die AVG hat als Verkehrsunternehmen eine tiefe Beziehung zu barrierefreier Mobilität. Es freut uns, wenn wir hier einen kleinen Beitrag dazu leisten können, die individuelle Mobilität der Patienten zu fördern und ihnen so die Rückkehr in ihren Alltag zu erleichtern“, sagt Ascan Egerer, der technische Geschäftsführer der AVG.

Finanziert wurde der neue rund 60.000 Euro teure Übungsparcours auf dem Dachgarten des Langensteinbacher Klinikums von der gemeinnützigen Manfred-Sauer-Stiftung. Sie will zu einem barrierefreien Miteinander von Menschen mit Querschnittlähmung und Fußgängern beitragen. Auf der Übungsfläche können die Patienten Grundtechniken des Rollstuhlfahrens erlernen und so im Umgang mit dem Rollstuhl an Sicherheit gewinnen.

Karlsruher Verkehrsverbund bietet regelmäßig Mobilitätstraining an

Auch der Karlsruher Verkehrsverbund (KVV) setzt sich für barrierefreie Mobilität im öffentlichen Nahverkehr in der Region ein. Regelmäßig bietet der KVV in enger Zusammenarbeit mit den Verkehrsbetrieben Karlsruhe (VBK) ein spezielles Training für Fahrgäste an, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind  ̶  sei es aufgrund ihrer Alters, einer Behinderung oder weil sie mit einem Kinderwagen unterwegs sind. Bei diesen Mobilitätstrainings können die Teilnehmer praxisnah den sicheren Einstieg in Bussen und Bahnen üben. Zudem können sie sich mit den Mitarbeitern der VBK darüber austauschen, welche technischen Hilfsmittel ihnen an Bord der Fahrzeuge zur Verfügung stehen.

„Der öffentliche Nahverkehr in Deutschland muss sicherlich noch Einiges tun, um die Barrierefreiheit in all seinen Mobilitätsangeboten vollumfänglich herzustellen. Gerade in Karlsruhe und der Region sind wir hier aber auf einem guten Weg und konnten in den vergangenen Jahren große Verbesserungen erzielen“, erklärt Sebastian Spitzer, Beauftragter für Barrierefreiheit und Mobilität beim KVV. Er verweist unter anderem auf das große Investitionsprogramm zum barrierefreien Ausbau aller Haltestellen im Verbundgebiet sowie die kontinuierliche Modernisierung der Fahrzeugflotte bei den Verkehrsbetrieben Karlsruhe und der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft.

 

 

 

 


 

 

 

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