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Fahrzeugverfügbarkeit im AVG-Stadtbahnbetrieb nimmt aufgrund ver.di-Streik ab

Aufgrund des Warnstreiks von ver.di ruht am 22. und 23. Oktober die Arbeit in der Fahrzeug-Werkstatt im Betriebshof West. Dies hat Auswirkungen auf die Fahrzeugverfügbarkeit bei der AVG.

Die Fahrzeugverfügbarkeit im Stadtbahnbetrieb der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG) wird in den nächsten Tagen sukzessive abnehmen. Für die Fahrgäste kann das bedeuten, dass auf Fahrten, die regulär in Doppelbehängung geplant sind, nur ein Stadtbahnfahrzeug zur Verfügung steht oder dass einzelne Fahrten sogar ganz ausfallen müssen. Grund dafür ist der derzeitige Streik, zu dem die Gewerkschaft ver.di unter anderen die Beschäftigten aus den Fahrzeugwerkstätten der Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK) aufgerufen hat. Sämtliche Fahrzeuge der AVG werden regelmäßig beim Schwesterunternehmen gewartet. Abhängig von ihren zurückgelegten Fahrtkilometern rücken sie zu festgelegten Zeiten in die große Werkstatt im Karlsruher Rheinhafen ein. Dann werden dort sicherheitsrelevante und damit auch von den Zulassungsbehörden vorgegebene Arbeiten durchgeführt. Dazu gehören beispielsweise die regelmäßige Kontrolle der Radreifen – elementar für die sichere Schienenlage - der Bremsanlagen oder der Funkanlage. Können diese Wartungen nicht wie geplant stattfinden, müssen die betroffenen Fahrzeuge aus Sicherheitsgründen stehen bleiben.

Von den Einschränkungen betroffen sein können ab Samstag, 24. Oktober, alle Linien der AVG mit Ausnahme der Linien S1 und S11. Dort setzt das Unternehmen ausschließlich Einsystembahnen ein, die nach derzeitigem Stand aufgrund einer Sondervereinbarung mit den VBK in ausreichendem Maße zur Verfügung stehen. „Der zweitägige ver.di-Streik trifft uns hart – vor allem, weil er unangekündigt gestartet hat. Wir hatten keine Möglichkeit mehr, systemrelevante Wartungsarbeiten neu zu disponieren“, erklärt Kai Kampermann, AVG-Qualitätsmanager. Über 40 Stadtbahnfahrzeuge werden eventuell ab Montag infolge ausgefallener Werkstattbehandlung nicht einsatzbereit sein – genau beziffern lässt sich das aufgrund der Streiklage derzeit noch nicht. Die Flotte der AVG-Zweisystembahnen umfasst insgesamt rund 160 Fahrzeuge.  

„Die gute Nachricht ist, dass wegen der baden-württembergischen Herbstferien zumindest weniger Schüler unterwegs sind, sodass mehr Kapazitäten für andere Pendler ermöglicht werden. Für uns erschwerend hinzu kommen jedoch wiederum bewusst in die Herbstferien gelegte und lange im Voraus geplante Baumaßnahmen auf den Strecken im Murgtal (S8, S81), rund um Bretten (S4) und Wörth (S5, S51). Dort fahren wir baustellenbedingt teilweise im Inselverkehr und benötigen deshalb mehr Fahrzeuge als normalerweise.“

Die AVG wird nun in der Zentralen Leitstelle zusätzliches Personal einsetzen, um Umläufe auch spontan bestmöglich anzupassen. Die Mitarbeiter werden zudem schnellstmöglich alle Fahrplanmedien bestücken, damit die Fahrgäste bestmöglich informiert werden können. Die AVG rät allen Kunden, rechtzeitig vor Fahrtantritt über die elektronische Fahrplanauskunft auf www.avg.info zu überprüfen, ob die gewünschte Fahrt angeboten wird. Ein ausreichender zeitlicher Puffer sollte wenn möglich eingeplant werden, um bei Ausfall eine frühere oder spätere Fahrt nutzen zu können. „In den kommenden Tagen werden wir streikbedingt weniger Fahrzeuge einsetzen können, als normalerweise. Daher kann es in unseren Bahnen gerade zu den Stoßzeiten voller werden. Wir bedauern das gerade mit dem Blick auf die steigenden Corona-Zahlen sehr und bitten unsere Fahrgäste um Verständnis“, betont Kampermann. Die AVG wird alles dafür tun, die aufgelaufenen Wartungsarbeiten schnellstmöglich aufzuholen und baldmöglichst wieder zu einer vollen Fahrzeugverfügbarkeit zurückzukehren.