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Geflüchtete werden zu Lokführern ausgebildet

Auch die AVG beteiligt sich am Modellprojekt des Landesverkehrsministeriums, bei dem Geflüchtete für den Job als Lokführer fit gemacht werden sollen. Foto: Paul Gärtner

Integration durch eine berufliche Perspektive: Das Land Baden-Württemberg will Geflüchtete zu Triebfahrzeugführern qualifizieren und damit dem großen Fachkräftemangel bei dieser Berugsgruppe entgegenwirken. Auch die Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG) beteiligt sich - zusammen mit anderen Eisenbahnunternehmen im Südwesten - an dem Modellprojekt, das von der Agentur für Arbeit gefördert wird. "Es freut mich, dass die Unternehmen meine Idee aufgegriffen haben und an einem Strang ziehen. Es werden dringend zuverlässige Lokführer gebraucht, um die Stabilität des Fahrbetriebs zu gewährleisten. Gleichzeitig leiten die Verkehrsunternehmen auch einen wichtigen Beitrag zur Integration von Migrantinnen und Migranten in Deutschland", erklärt Landes-Verkehrsminister Winfried Hermann.

Die Bahnunternehmen haben sich zu drei regionalen Clustern zusammengeschlossen, um gemeinsam Geflüchtete für die anspruchsvolle Tätigkeit zu rekrutieren. Für den Raum Karlsruhe Mannheim/Karlsruhe hat sich die AVG mit den Verkehrsunternehmen Go-ahead und der MEV Eisenbahnverkehrsgesellschaft mbH zu einer solchen Regionalgruppe zusammengeschlossen. Im Oktober werden in Karlsruhe die ersten 15 Teilnehmer des Pilotprojekts ihre Ausbildung beginnen.

"Wir haben in den vergangenen Monaten große Fortschritte bei diesem Projekt gemacht. In unserer Projektgruppe für den Raum Karlsruhe/Mannheim konnten wir mittels intensiver Rekrutierungsmaßnahmen die stolze Zahl von mehr als 100 Bewerbern verzeichnen. Hiervon wollen wir für unsere Regionalgruppe nun bis zu 15 Personen zum Triebfahrzeugführer qualifizieren“, erklärt Stephanie Schulze, Personalchefin der AVG und Leiterin der Projektgruppe. Sie lobt die gute Zusammenarbeit zwischen den Verkehrsunternehmen AVG, Go Ahead, Abellio und der MEV Eisenbahn-Verkehrsgesellschaft, sowie der Bundesagentur für Arbeit und dem Landesverkehrsministerium. „Das zeigt, wie wichtig allen Partnern dieses Thema ist und dass alle an den Erfolg dieses gemeinsamen Projekts glauben. Natürlich ist die Integration von Geflüchteten in den heimischen Arbeitsmarkt eine große Herausforderung, aber gleichzeitig auch ein entscheidender Baustein für die erfolgreiche Integration dieser Menschen in unsere Gesellschaft. Gerade als kommunales Verkehrsunternehmen wollen wir dieser gesellschaftlichen Verantwortung gerecht werden“, so Schulze.

Mehr Infos:
Pressemitteilung des Verkehrsministeriums Baden-Württemberg